Gerüst-Wiki · Beläge und Durchstiege

Alu-Boden und Rahmentafel

Alu-Böden und Rahmentafeln sind die leichte Alternative zum Stahlboden. Welche Bauarten es gibt, was sie tragen und woran Sie verschlissene Tafeln erkennen.

Auch bekannt als: Alubelag, Alubohle, Alu-Rahmentafel, Hohlkastenbelag, Belagtafel, Sperrholzboden mit Alurahmen, Tafeln, Deckel

Alu-Boden und Rahmentafel – Beispiel aus unserem Lager
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Schemazeichnung Alu-Boden und Rahmentafel
Schemazeichnung (herstellerneutral)

Wozu dient der Alu-Boden?

Wer ein Gerüst Lage für Lage hochbaut, reicht jeden Boden von Hand nach oben – da zählt jedes Kilo. Alu-Böden und Rahmentafeln sind die leichte Alternative zum Stahlboden. Sie bilden genauso die Arbeitsfläche, tragen Personen und Material und steifen als eingehängter Systembelag die Gerüstlage mit aus. Beliebt sind sie bei Malern, Putzern und Dachdeckern, im Innenausbau und überall dort, wo von Hand montiert wird und keine schweren Steinpaletten aufs Gerüst kommen.

Aufbau und Varianten

Hinter dem Begriff stecken zwei Bauarten:

  • Alu-Boden aus Hohlkastenprofil: stranggepresste Aluminiumprofile mit rutschhemmender Oberfläche, meist rund 32 cm breit. Die Kopfbeschläge sind je nach Hersteller aus Kunststoff, Aluminium oder Stahl, genietet oder geschweißt. Breite Ausführungen um 60 cm füllen ein 0,73-m-Feld mit einem einzigen Teil.
  • Rahmentafel: ein Aluminiumrahmen, meist rund 60 cm breit, in dem eine wasserfest verleimte Siebdruck-Sperrholzplatte oder ein Aluminiumbelag sitzt. Mit eingebauter Klappe wird daraus ein Durchstieg.

Bei einem Gerüst mit 0,70 bzw. 0,73 m Breite reicht eine breite Tafel oder zwei schmale Böden – das ist das typische Maler- und Putzergerüst. Maurergerüste sind dagegen meist 1,00 bzw. 1,09 m tief; dort liegen drei schmale Böden oder eine breite Tafel plus ein schmaler Boden nebeneinander.

Die Längen entsprechen den Feldlängen, von 0,73 m bis etwa 3,07 m. Bei der Tragfähigkeit gibt es große Unterschiede: Massive Alu-Profilböden erreichen bei kurzen Längen Lastklasse 6, Rahmentafeln mit Sperrholz liegen bei langen Feldern oft nur bei Lastklasse 3. Für Maurerarbeiten mit gestapelten Steinen reicht das nicht immer – vorher in die Zulassung schauen.

So wird der Alu-Boden montiert

  1. Prüfen, ob Auflageform (U-Profil oder Rohr) und Länge zum Gerüstfeld passen.
  2. Boden oder Tafel an beiden Längsseiten greifen, auf einer Seite einhängen, auf der anderen ablegen. Bei Wind gut festhalten – große Tafeln wirken wie ein Segel.
  3. Das Feld lückenlos schließen und die Fugen kontrollieren.
  4. Gegen Abheben sichern, durch den Rahmen der nächsten Lage oder durch Belagsicherungen. Weil Alu-Beläge leicht sind, kann Windsog sie anheben – dieser Schritt ist hier besonders wichtig.
  5. Kurzer Blick vor der Nutzung: Liegt jeder Kopfbeschlag vollständig auf?

Abbau in umgekehrter Reihenfolge. Tafeln anschließend trocken und flach lagern, damit das Holz nicht leidet.

Alu oder Stahl – was passt besser?

Für schwere Lasten, viel Mörtel und lange Standzeiten ist Stahl die robustere Wahl. Wer leicht arbeitet, oft umsetzt oder Gewicht sparen will, fährt mit Alu besser. In der Praxis mischen viele Betriebe: Stahlböden im Arbeitsbereich, Alu-Durchstiege im Aufstiegsfeld.

Worauf Sie achten sollten

  • Sperrholz: Aufgequollene, weiche oder durchgetretene Stellen, abgelöste Beschichtung oder Fäulnis bedeuten: Tafel raus. Feuchtigkeit ist der größte Feind.
  • Nieten und Kopfbeschläge: Lose Nieten, gerissene Kunststoffkappen und verbogene Haken sind typische Verschleißstellen.
  • Dellen im Profil: Aluminium ist weicher als Stahl. Tiefe Beulen oder Knicke im Hohlkasten schwächen den Querschnitt.
  • Einsatzgrenzen: In Fang- und Dachfanggerüsten sind nur dafür zugelassene Böden erlaubt; ältere Sperrholz-Rahmentafeln gehören oft nicht dazu.
  • Gebraucht kaufen: Bei Rahmentafeln vor allem die Platte prüfen, bei Profilböden die Kopfbeschläge und Nieten.

Vanliga frågor

Was ist leichter: Alu-Boden oder Stahlboden?
Ein Alu-Boden wiegt bei gleicher Länge deutlich weniger als ein Stahlboden, was beim Hochreichen von Lage zu Lage spürbar ist. Dafür tragen manche Alu-Ausführungen, vor allem Rahmentafeln mit Sperrholz, weniger.
Was ist eine Rahmentafel beim Gerüst?
Ein Gerüstbelag aus einem Aluminiumrahmen mit eingesetzter Sperrholz- oder Aluplatte, meist rund 60 cm breit. Eine Tafel deckt damit fast ein ganzes 0,73 m breites Feld ab.
Woran erkenne ich eine kaputte Rahmentafel?
An aufgequollenem oder weichem Holz, abgelöster Beschichtung, losen Nieten und verbogenen Kopfbeschlägen. Solche Tafeln dürfen nicht mehr eingebaut werden.

Maßgeblich sind immer die Aufbau- und Verwendungsanleitung und die Zulassung des jeweiligen Gerüstsystems. Auf-, Um- und Abbau nur durch fachkundige Beschäftigte unter Aufsicht einer befähigten Person.

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