Konsolstrebe (Abfangstrebe)
Die Konsolstrebe stützt eine Außenkonsole schräg zur Gerüstlage darunter ab. Warum sie so wichtig ist und wie sie richtig angeschlossen wird, lesen Sie hier.
Auch bekannt als: Abfangstrebe, Konsolabstützung, Konsolenstrebe, Querdiagonale, Stützstrebe, Abfangjäger
Wozu dient die Konsolstrebe?
Eine Konsole, die nach außen über das Gerüst ragt, wirkt wie ein Hebel. Jedes Kilo auf ihren Belägen will sie nach unten drehen, und am Anschluss entsteht ein kräftiges Moment. Die Konsolstrebe nimmt diesem Hebel die Kraft: Sie läuft schräg vom äußeren Ende der Konsole nach unten zum Stiel der darunterliegenden Lage und bildet mit Konsole und Stiel ein stabiles Dreieck.
Damit wird aus einem frei auskragenden Arm eine abgestützte Konstruktion, die deutlich mehr tragen kann. Bei einer Kragkonsole mit 0,73 m ist die Strebe je nach System Pflicht, bei breiteren Konsolen für ein Schutzdach oder eine Fanglage praktisch immer. Fehlt sie, kann die Konsole absacken, der Belag kippen und im schlimmsten Fall ein ganzer Abschnitt nachgeben.
Aufbau und Varianten
Im Kern ist die Konsolstrebe ein verzinktes Stahlrohr mit Anschlüssen an beiden Enden. Wie diese aussehen, hängt vom Gerüsttyp ab.
- Am Rahmengerüst wird häufig eine Querdiagonale verwendet, die oben an der Konsole verschraubt und unten mit einer Kupplung am Stellrahmen befestigt wird.
- Am Modulgerüst hat die Strebe meist an einem Ende einen Keilkopf für die Rosette und am anderen einen Anschluss für die Konsole. Übliche Längen liegen um 2 m, passend zur Höhe einer Gerüstlage.
- Als Rohrlösung lässt sich eine Abstützung aus Gerüstrohr und Drehkupplungen herstellen, wenn die Aufbauanleitung das vorsieht.
Speziell für zwei- und dreibohlige Außenkonsolen bieten viele Hersteller eigene Abfangstreben an, deren Länge und Anschlusswinkel genau auf die Konsole abgestimmt sind.
So wird die Konsolstrebe montiert
- Konsole am Stiel anschließen und zunächst nach innen schwenken, damit der Anschlusspunkt erreichbar ist.
- Strebe am vorgesehenen Punkt der Konsole befestigen – verschrauben, einhängen oder ankuppeln.
- Konsole mit Strebe nach außen schwenken.
- Unteres Ende am Stiel der Lage darunter anschließen, möglichst nah am Knoten oder an der dafür vorgesehenen Rosette.
- Alle Kupplungen mit 50 Nm anziehen, Keile bis zum Rückprall festschlagen.
- Erst jetzt Beläge auflegen, sichern und den Seitenschutz an der Konsole montieren.
Beim Abbau bleibt die Strebe so lange drin, bis die Konsole leer ist. Erst Beläge und Seitenschutz entfernen, dann Strebe lösen, zuletzt die Konsole.
Worauf Sie achten sollten
- Richtige Lage: Die Strebe gehört zur darunterliegenden Lage, nicht schräg nach oben. Nur so stützt sie die Konsole auf Druck ab.
- Passende Strebe: Konsolen unterschiedlicher Ausladung brauchen oft unterschiedliche Streben. Ein zu kurzes Teil mit Gewalt einzubauen verspannt das Gerüst.
- Kupplungen nah am Knoten setzen, damit der Stiel nicht auf Biegung belastet wird.
- Nicht weglassen, „weil es nur kurz ist“. Auch ein Schutzdach für eine Woche braucht die volle Abstützung.
- Verbogene Rohre, gequetschte Enden oder rissige Anschlussteile aussortieren.
- Beim Gebrauchtkauf Streben immer zusammen mit den passenden Konsolen betrachten: Länge, Anschlussart und Zustand der Enden müssen stimmen.
Ob und welche Abstützung nötig ist, steht in der Aufbau- und Verwendungsanleitung des Systems. Sie zeigt auch, wie sich zusätzliche Lasten auf Stiele und Anker auswirken, und ob weitere Gerüsthalter zu setzen sind.
常见问题
Wann braucht eine Gerüstkonsole eine Strebe?
Kann man eine Konsolstrebe aus Gerüstrohr bauen?
Wie lang ist eine Konsolstrebe?
Maßgeblich sind immer die Aufbau- und Verwendungsanleitung und die Zulassung des jeweiligen Gerüstsystems. Auf-, Um- und Abbau nur durch fachkundige Beschäftigte unter Aufsicht einer befähigten Person.