Bolzen, Splinte und Sicherungsstifte
Bolzen, Splinte und Sicherungsstifte halten Gitterträger, Stielstöße und Teleskopteile zusammen. Welche es gibt, wie man sie setzt und was zu prüfen ist.
Auch bekannt als: Steckbolzen, Federstecker, Splint, R-Splint, Sicherungsstift, Gitterträgerbolzen, Bordbrettbolzen
Wozu dienen Bolzen, Splinte und Sicherungsstifte?
Sie sind klein, unscheinbar und landen im Lager gern lose in irgendeiner Kiste – dabei hängt an ihnen manchmal ein ganzer Gerüstabschnitt. Bolzen verbinden Bauteile, die Kräfte übertragen müssen: zwei Gitterträger über einen Rohrverbinder, einen Stiel mit dem darunterliegenden, eine Teleskopkonsole in der gewünschten Auszugslänge. Splinte und Federstecker sorgen dafür, dass der Bolzen dort bleibt, wo er hingehört.
Ohne diese Sicherung würden sich Verbindungen durch Vibration, Wind oder einen Rempler beim Materialtransport lösen. Bei einer Überbrückung über einem Hauseingang wäre das fatal.
Aufbau und Varianten
- Steckbolzen – glatter Stahlbolzen mit Kopf und Querbohrung, etwa für zugfeste Stielstöße im Modulgerüst oder zur Verbindung von Gitterträgern. Verbreitet sind Durchmesser um 12 mm; die genaue Ausführung gibt der Hersteller vor.
- Federstecker und Splinte – werden durch die Querbohrung des Bolzens gesteckt. Am häufigsten ist der R-förmige Federstecker, einfache Drahtsplinte findet man eher an älteren Teilen.
- Sicherungsstifte – arretieren verstellbare Bauteile wie Teleskopkonsolen oder ausziehbare Stützen in der gewählten Stellung.
- Bordbrettbolzen und Spezialschrauben – kurze Bolzen oder Schrauben mit Mutter, mit denen Bordbretter oder Rohrverbinder angeschlossen werden. Wo die Anleitung es erlaubt, ersetzt eine bestimmte Schraube M12 mit Mutter den Steckbolzen.
Werkstoff ist praktisch immer verzinkter Stahl. Nicht verwechseln sollte man diese losen Teile mit angeschweißten Bolzen, etwa den Gabel- oder Kippbolzen an Rahmen, auf die Geländer gesteckt werden. Die gehören zum Bauteil und werden mit ihm geprüft. Einen Sonderfall bilden Fallstecker und Rohrklappstecker, die Stift und Sicherung in einem Teil vereinen.
So werden Bolzen und Splinte montiert
- Bauteile so ausrichten, dass die Bohrungen genau fluchten – nicht mit dem Hammer „passend schlagen“.
- Bolzen von der Seite einstecken, die die Anleitung vorgibt, häufig von oben oder von außen, damit er bei gelöster Sicherung nicht von selbst herausfällt.
- Federstecker oder Splint vollständig durch die Querbohrung schieben.
- Bei Federsteckern prüfen, ob der Bügel sauber am Bolzen anliegt.
- Sichtkontrolle: Jeder Bolzen ist gesichert, keiner fehlt.
Beim Abbau erst den Splint, dann den Bolzen ziehen – und beides sofort in den Eimer oder die Gitterbox, statt es auf dem Belag liegen zu lassen.
Worauf Sie achten sollten
- Fehlende Sicherung: Ein Bolzen ohne Splint ist nur halb montiert. Das gehört zu den häufigsten Befunden an Überbrückungen.
- Richtiger Durchmesser: Ein zu dünner Bolzen hat Spiel und schlägt die Bohrung mit der Zeit oval.
- Keine Baumarktware: Gewindestangen, Nägel oder beliebige Schrauben haben andere Festigkeiten und sind kein Ersatz.
- Verschleiß: Verbogene oder stark angerostete Bolzen, ausgeleierte Federstecker und ausgeschlagene Bohrungen am Gegenstück aussortieren.
- Gebraucht kaufen: Kleinteile kosten wenig, fehlen aber genau im entscheidenden Moment. Wer gebrauchte Gitterträger oder Konsolen kauft, sollte gleich auf passende Bolzen und Stecker achten – sonst steht man auf der Baustelle ohne da.
Tipp aus der Praxis
Bolzen und Federstecker gehen am häufigsten beim Abbau verloren. Bewährt hat sich, sie direkt am Bauteil zu parken – viele Gitterträger, Konsolen und Paletten haben dafür eigene Bohrungen – oder sie sortiert in Eimern mitzuführen. Wer vor dem Aufbau die Kleinteile zählt, merkt rechtzeitig, wenn für eine Überbrückung zwei Bolzen fehlen, und muss nicht improvisieren.
Често поставувани прашања
Welche Bolzen braucht man für Gitterträger?
Darf man einen Gerüstbolzen durch eine Schraube ersetzen?
Was ist ein Federstecker?
Maßgeblich sind immer die Aufbau- und Verwendungsanleitung und die Zulassung des jeweiligen Gerüstsystems. Auf-, Um- und Abbau nur durch fachkundige Beschäftigte unter Aufsicht einer befähigten Person.