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Fußplatte und Gelenkfußplatte

Wann die starre Fußplatte genügt, wann die Gelenkfußplatte auf geneigtem Untergrund nötig ist und wie beide richtig gesichert werden, lesen Sie hier.

Auch bekannt als: Gerüstfußplatte, Fußstück, Gelenkspindelfuß, schwenkbare Fußplatte, Gelenkfußspindel, Gerüstfuß, Füße, Schuh

Fußplatte und Gelenkfußplatte – Beispiel aus unserem Lager
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Schemazeichnung Fußplatte und Gelenkfußplatte
Schemazeichnung (herstellerneutral)

Wozu dient die Fußplatte?

Ein Gerüstrohr mit 48,3 mm Durchmesser direkt auf dem Boden würde sich bei Last wie ein Stempel in Asphalt oder Erde drücken. Die Fußplatte verteilt die Kraft eines Ständers auf eine größere Fläche und gibt dem Rohr einen festen, zentrierten Sitz. Sie ist damit das unscheinbarste, aber auch eines der grundlegendsten Teile am Gerüst.

Unter dem Begriff laufen zwei verschiedene Bauteile: die starre Fußplatte ohne Höhenverstellung und die Gelenkfußplatte, die sich einer schrägen Aufstandsfläche anpasst. Die verstellbare Variante mit Gewinde finden Sie im Beitrag zur Fußspindel.

Aufbau und Varianten

  • Starre Fußplatte: eine quadratische Stahlplatte mit aufgeschweißtem Zapfen oder Rohrstutzen, über den das Ständerrohr gesteckt wird. Sie kommt dort zum Einsatz, wo keine Höhenverstellung gebraucht wird, etwa bei Konstruktionen aus Gerüstrohr und Kupplungen, unter Abstützungen oder auf sauber ebenen Hallenböden. Manche Platten haben Bohrungen, um sie mit Schrauben oder Erdnägeln gegen Verschieben zu sichern.
  • Gelenkfußplatte: Hier ist die Platte über ein Kugel- oder Bolzengelenk mit dem Zapfen oder der Spindel verbunden. Die Platte kann sich neigen, während der Ständer senkrecht bleibt. Häufig ist das Gelenk direkt mit einer Spindel kombiniert, dann spricht man von schwenkbarer Fußspindel oder Gelenkspindelfuß.
  • Werkstoff: fast immer feuerverzinkter Stahl. Die Gelenkausführung ist meist verstärkt, weil die Last nicht mehr ganz zentrisch eingeleitet wird.

Typische Einsatzorte für das Gelenk sind Dachflächen, Böschungen, Rampen oder Treppenstufen, also überall dort, wo der Untergrund nicht waagerecht gemacht werden kann. Wie groß der zulässige Schwenkwinkel und die zulässige Last sind, unterscheidet sich je nach Hersteller deutlich.

So wird die Fußplatte montiert

  1. Untergrund auf Tragfähigkeit prüfen. Auf weichem Boden zuerst eine lastverteilende Unterlage auslegen.
  2. Die Platte mittig unter die spätere Ständerachse legen, bei starrer Platte möglichst auf einer waagerechten Fläche.
  3. Bei geneigter Fläche die Gelenkfußplatte so setzen, dass die Platte vollflächig aufliegt und der Zapfen senkrecht steht.
  4. Platte und Unterlage gegen Abrutschen sichern, zum Beispiel durch Verschrauben, Annageln einer Holzunterlage oder Anschlagleisten.
  5. Ständer, Stellrahmen oder Anfangsstück aufstecken und das Gerüst ausrichten.

Als Alternative zur Gelenkplatte lassen viele Anleitungen keilförmige Unterlagen zu, die eine waagerechte Aufstandsfläche schaffen. Auch diese müssen gegen Gleiten gesichert sein. Bei stärkerer Neigung verlangen viele Anleitungen einen gesonderten Nachweis der Lastableitung.

Рамка или модуларна структура?

Am Fußpunkt unterscheiden sich die Systeme kaum. Beim Rahmengerüst steckt der Rahmenständer auf Spindel oder Platte, beim Modulgerüst sitzt zuerst ein Anfangsstück darauf. Die Rohrmaße sind genormt, die Zapfen und Spindelmuttern aber je nach System verschieden. Was zusammengehört, steht in der Aufbau- und Verwendungsanleitung.

Worauf Sie achten sollten

  • Vollflächige Auflage: Eine Platte, die nur auf einer Kante oder einem Stein aufliegt, verbiegt sich und überlastet den Ständer.
  • Gelenk prüfen: Es muss sich frei bewegen lassen, ohne zu klappern. Festgerostete oder ausgeschlagene Gelenke aussortieren.
  • Verbogene Platten: Eine gewölbte Platte liegt nie mehr satt auf.
  • Schweißnaht am Zapfen: auf Risse kontrollieren, besonders bei älteren Teilen.
  • Gebrauchtkauf: Platte auf eine ebene Fläche legen und auf Kippeln prüfen, Gelenk durchbewegen, Zapfendurchmesser mit Ihrem System abgleichen.

Често поставувани прашања

Wann braucht man eine Gelenkfußplatte am Gerüst?
Immer dann, wenn das Gerüst auf einer geneigten Fläche steht, etwa auf einem Dach, einer Rampe oder einer Böschung. Die Platte liegt dann vollflächig auf, während der Ständer senkrecht bleibt.
Was ist der Unterschied zwischen Fußplatte und Fußspindel?
Die Fußplatte ist starr und nicht höhenverstellbar. Die Fußspindel hat zusätzlich ein Gewinde mit Mutter, mit dem sich die Höhe stufenlos einstellen lässt.
Muss eine Fußplatte auf Schräge gesichert werden?
Ja. Platte und Unterlage müssen gegen Abrutschen gesichert sein, etwa durch Verschrauben oder Anschläge. Die Details regelt die Aufbau- und Verwendungsanleitung.

Maßgeblich sind immer die Aufbau- und Verwendungsanleitung und die Zulassung des jeweiligen Gerüstsystems. Auf-, Um- und Abbau nur durch fachkundige Beschäftigte unter Aufsicht einer befähigten Person.

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