Ausgleichsrahmen und Kleinrahmen
Hanglage, Treppenstufen, krumme Einfahrt: Mit Ausgleichs- und Kleinrahmen gleichen Sie Höhen am Rahmengerüst aus. So geht es richtig und sicher.
Auch bekannt als: Kleinrahmen, Zwergrahmen, Höhenausgleichsrahmen, Vertikalausgleichsrahmen, Halbmeterrahmen, Meterrahmen

Wozu dienen Ausgleichsrahmen und Kleinrahmen?
Kaum ein Grundstück ist eben. Die Einfahrt fällt zur Straße ab, neben dem Haus liegt eine Kellertreppe, hinten steigt der Garten an. Mit Fußspindeln lassen sich nur ein paar Zentimeter ausgleichen, denn ihr Auszug ist begrenzt. Wenn der Höhenunterschied größer wird, kommen Ausgleichsrahmen ins Spiel: niedrige Rahmen, die unter den normalen Stellrahmen gesetzt werden, damit am Ende alle Lagen auf gleicher Höhe liegen.
Kleinrahmen haben noch eine zweite Aufgabe. Man braucht sie, um eine Arbeitsebene auf eine bestimmte Höhe zu bringen, etwa knapp unter die Traufe oder genau auf Höhe einer Brüstung. Ohne sie hätte man oben entweder zu viel Luft oder müsste in unbequemer Haltung arbeiten.
Aufbau und Varianten
Ein Ausgleichsrahmen sieht aus wie ein verkürzter Stellrahmen: zwei Stiele aus 48,3-mm-Rohr, ein Querriegel und oben die Rohrverbinder für den nächsten Rahmen. Die Breite entspricht dem Gerüst, also 0,70 bzw. 0,73 m beim Maler- und Putzergerüst oder 1,00 bzw. 1,09 m beim Maurergerüst.
- Übliche Höhen: 0,50 m, 0,66 m, 1,00 m und 1,50 m, je nach System nicht alle davon.
- Werkstoff: meist Stahl verzinkt, bei manchen Systemen auch Aluminium.
- Ausstattung: kleinere Rahmen haben oft keine vollständigen Anschlüsse für Diagonalen, dafür reicht die Höhe schlicht nicht.
- Alternative: Bei sehr großen oder unregelmäßigen Sprüngen arbeitet man mit einzelnen Ausgleichsständern oder mit Gerüstrohr und Kupplungen.
So werden Ausgleichsrahmen montiert
- Höhenverlauf entlang der Fassade aufnehmen und festlegen, wo die erste volle Lage liegen soll. Meist orientiert man sich am höchsten Punkt des Geländes.
- An den tieferen Stellen Unterlagen und Spindeln setzen und den passenden Ausgleichsrahmen direkt auf die Spindeln stecken. Ausgleichsrahmen gehören nach den gängigen Anleitungen ganz nach unten, nicht irgendwo mitten ins Gerüst.
- Pro Rahmenzug in der Regel nur einen Ausgleichsrahmen verwenden, wenn die Anleitung nichts anderes zulässt.
- Wo im Feld eine Diagonale vorgesehen ist, aber der kleine Rahmen keinen Anschluss bietet, wird mit Gerüstrohr und Drehkupplungen ausgesteift. Zusätzlich gehört oberhalb der Spindeln ein Längsriegel oder eine Horizontalstrebe hinein.
- Erst dann die normalen Stellrahmen aufsetzen, ausrichten und weiterbauen.
- Ankerraster prüfen: Durch den Ausgleich verschieben sich die Lagen, und damit können sich auch die Ankerpunkte verschieben.
Beim Abbau kommen die Ausgleichsrahmen ganz zum Schluss, nachdem das Gerüst darüber vollständig zurückgebaut ist.
Worauf Sie achten sollten
- Nicht mehrere Kleinrahmen übereinanderstapeln, um eine Lücke zu füllen. Das ergibt weiche Stöße und meist keinen zulässigen Aufbau.
- Spindeln nicht bis zum Anschlag ausdrehen, nur weil der passende Rahmen gerade fehlt. Lieber den nächstgrößeren Ausgleich nehmen.
- Bei steilem Gelände auf gute Lastverteilung und rutschfeste Unterlagen achten; auf Gefälle gibt es auch schwenkbare Fußplatten.
- Die Rohrverbinder kleiner Rahmen werden oft stark beansprucht, weil sie am Boden mitgeschleift werden. Auf Verformung und festen Sitz prüfen.
- Gebrauchte Kleinrahmen sind auf Baustellen gern das Sammelsurium aus mehreren Systemen. Darauf achten, dass Rohrverbinder, Profil und Breite wirklich zum eigenen Gerüst passen. Maßgeblich sind Aufbau- und Verwendungsanleitung und Zulassung des jeweiligen Systems.
Beispiel aus der Praxis
Ein Reihenhaus, die Einfahrt fällt auf zwölf Metern um gut einen Meter. Oben am Haus stehen die Rahmen direkt auf kurzen Spindeln, in der Mitte kommt ein 0,50-m-Rahmen darunter, an der Straßenseite ein 1,00-m-Rahmen. Die Spindeln gleichen den Rest aus, die erste volle Lage liegt durchgehend waagerecht, und von dort an wird ganz normal hochgebaut.
Najczęściej zadawane pytania
Welche Höhen haben Ausgleichsrahmen?
Darf man Ausgleichsrahmen oben im Gerüst einsetzen?
Wie viel Höhe kann eine Fußspindel ausgleichen?
Maßgeblich sind immer die Aufbau- und Verwendungsanleitung und die Zulassung des jeweiligen Gerüstsystems. Auf-, Um- und Abbau nur durch fachkundige Beschäftigte unter Aufsicht einer befähigten Person.