Schmales Gerüst: Lösungen für enge Durchgänge, Gehwege und Innenhöfe

Zwischen Hauswand und Grundstücksgrenze bleiben 80 cm? Ein Standard-Fassadengerüst passt da nicht mehr hin – ein schmales Gerüst mit 50–70 cm Systembreite schon. Hier erfährst du, welche Breitenklassen es gibt, welche Systeme sich eignen und worauf du bei Lastklasse und Absturzsicherung achten musst.

Wann ein schmales Gerüst die richtige Wahl ist

Typische Einsatzfälle: enge Durchgänge zwischen Gebäuden, Gerüst auf dem Gehweg (Restbreite für Fußgänger!), Innenhöfe, Balkone, Giebelwände mit Anbauten – überall dort, wo ein Standardgerüst schlicht nicht hinpasst.

Breitenklassen verstehen: Gerüste werden nach DIN EN 12811 in Breitenklassen eingeteilt – W06 steht für Belagbreiten ab ca. 60 cm, W09 für ca. 90 cm. Die gängigen „schmalen“ Systeme sind die 70er-Baureihen: Plettac SL70 und Hünnebeck Bosta 70 mit ca. 70–74 cm Systembreite. Für reine Maler- und Putzarbeiten (Lastklasse 3) völlig ausreichend – für Maurerarbeiten mit Materiallagerung brauchst du eher Breitenklasse W09 und Lastklasse 4–5.

Noch schmaler: Für Einzelstellen unter ca. 60 cm helfen Konsolen zur punktuellen Verbreiterung eines schmalen Grundgerüsts – passende Gerüstkonsolen und Gerüstteile führen wir geprüft ab Lager.

Kauf-Tipp: Gebrauchte 70er-Systeme sind reichlich verfügbar und günstig – siehe Plettac gebraucht, Hünnebeck gebraucht oder direkt der komplette Gebraucht-Bestand. Welche Fläche du brauchst, sagt dir der Gerüstflächenrechner.